Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage: Lohnt es sich?

Du hast bereits eine Photovoltaikanlage auf dem Dach und nutzt Solarstrom für deinen Haushalt. Trotzdem stellst du dir die Frage, ob ein Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage sinnvoll sein kann. Die kurze Antwort lautet: ja. Gerade steigender Strombedarf, höhere Strompreise und ungenutzte Flächen machen Mini-PV-Anlagen interessant. Ein Balkonkraftwerk ist schnell installiert, vergleichsweise günstig und ergänzt deine bestehende PV-Anlage genau dort, wo sie zeitlich oder technisch an ihre Grenzen stößt.

Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage: Lohnt es sich?
Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage: Lohnt es sich?

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Balkonkraftwerk ergänzt deine PV-Anlage sinnvoll bei Morgen- und Abendstrom.
  • Ungenutzte Flächen wie Balkon, Garage oder Gartenhaus werden effektiv genutzt.
  • Die Investition ist gering und amortisiert sich häufig in unter vier Jahren.
  • Das System arbeitet unabhängig von deiner bestehenden PV-Anlage.
  • Bis 800 W Wechselrichterleistung sind aktuell rechtlich erlaubt.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage?

Ja, ein Balkonkraftwerk lohnt sich häufig auch zusätzlich zur PV-Anlage, weil es den Eigenverbrauch erhöht, freie Flächen nutzt und mit wenig Aufwand zusätzlichen Solarstrom liefert – besonders morgens und abends.

Warum ein Balkonkraftwerk trotz vorhandener PV-Anlage sinnvoll ist

Der Stromverbrauch in Haushalten steigt stetig. E-Autos, Wärmepumpen und Homeoffice sorgen dafür, dass selbst große Dachanlagen nicht immer ausreichen. Ein Balkonkraftwerk schließt genau diese Lücke. Es nutzt Flächen, die sonst ungenutzt bleiben würden. Dazu zählen Balkone, Carports oder Gartenhäuser. Die Installation ist einfach und erfordert keine aufwendige Planung.

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Das System speist den Strom direkt in dein Hausnetz ein. Dadurch sinkt dein Strombezug aus dem Netz sofort. Besonders attraktiv ist, dass du keinen Eingriff in deine bestehende PV-Anlage vornehmen musst.

Was bringt ein Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage konkret?

Ein Balkonkraftwerk senkt deine Stromkosten spürbar. Es erhöht den Eigenverbrauch deiner selbst erzeugten Energie. Gerade morgens und abends, wenn die Dachanlage wenig Leistung bringt, liefert das Balkonkraftwerk wertvollen Strom. Viele Nutzer berichten von Amortisationszeiten unter vier Jahren.

Auf 20 Jahre gerechnet ergibt sich eine attraktive Rendite. Auch wenn die absolute Strommenge kleiner ist als bei einer großen PV-Anlage, überzeugt das Verhältnis von Kosten zu Nutzen. Zudem bleibt das System flexibel und kann bei einem Umzug mitgenommen werden.

Balkonkraftwerk vs. PV-Anlage – zwei Systeme, ein Ziel

Eine klassische PV-Anlage ist langfristig ausgelegt. Sie erfordert Planung, Fachbetriebe und hohe Investitionen. Ein Balkonkraftwerk ist dagegen eine schnelle Ergänzung. Beide Systeme verfolgen das gleiche Ziel: mehr Eigenstrom und geringere Stromkosten.

Der Unterschied liegt im Aufwand. Während eine 12-kWp-Anlage mit Speicher schnell über 20.000 Euro kostet, ist ein Balkonkraftwerk oft unter 1.000 Euro realisierbar. Der Eigenverbrauch ist beim Balkonkraftwerk häufig höher, da der Strom direkt genutzt wird.

Merkmal PV-Anlage Balkonkraftwerk
Investition Hoch Gering
Installation Fachbetrieb Selbstmontage
Leistung Hoch Begrenzt
Flexibilität Gering Hoch

Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage?

Ein Balkonkraftwerk lohnt sich für viele Zielgruppen. Mieter profitieren besonders, da sie oft keine Dachanlage installieren können. Hausbesitzer mit bestehender PV-Anlage nutzen damit zusätzliche Flächen. Auch bei voll ausgelasteten Wechselrichtern ist das Balkonkraftwerk eine günstige Alternative.

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Neue Verbraucher wie Wallboxen erhöhen den Bedarf weiter. Selbst ältere PV-Anlagen lassen sich problemlos ergänzen. Das System arbeitet unabhängig und benötigt keine baulichen Veränderungen.

Einfache Integration und rechtliche Hinweise

Die Integration eines Balkonkraftwerks ist unkompliziert. Das Set besteht aus Modulen, Wechselrichter und Anschlusskabel. Nach der Montage wird es einfach eingesteckt. Anschließend erfolgt die Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber ist bis 800 W nicht mehr nötig. Wichtig ist die Beachtung der gesetzlichen Leistungsgrenzen. Hochwertige Module und ein passender Wechselrichter sorgen für optimale Erträge.

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Ausrichtung des Balkonkraftwerks: So holst du das Maximum heraus

Die richtige Ausrichtung ist entscheidend für den Ertrag. Optimal ist eine Südausrichtung mit etwa 30 bis 35 Grad Neigung. Aber auch Ost- oder Westausrichtungen sind sinnvoll. Sie liefern Strom zu Randzeiten des Tages. Genau dort liegt der Vorteil gegenüber vielen Dachanlagen.

Verschattung sollte vermieden werden. Schon kleine Schatten reduzieren die Leistung deutlich. Eine flexible Halterung hilft, die Module optimal auszurichten.

Fazit

Ein Balkonkraftwerk zusätzlich zur PV-Anlage ist eine clevere Erweiterung. Es erhöht deinen Eigenverbrauch, senkt Stromkosten und nutzt ungenutzte Flächen effizient. Die Investition ist überschaubar und die Umsetzung einfach. Besonders in Kombination mit einer bestehenden PV-Anlage entsteht ein flexibles und zukunftssicheres Energiekonzept. Wer mehr Unabhängigkeit will, findet hier einen schnellen und günstigen nächsten Schritt.

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