Wie funktioniert eine Batterie? Einfach erklärt
Batterien wirken unscheinbar. Man legt sie ein, drückt auf den Knopf – und die Fernbedienung, die Taschenlampe oder der Rauchmelder läuft. Dahinter steckt aber kein „gespeicherter Strom“, sondern Chemie. Eine Batterie wandelt chemische Energie in elektrische Energie um. Das passiert in einer oder mehreren galvanischen Zellen, in denen Elektronen über einen äußeren Stromkreis vom Minuspol zum Pluspol wandern.
Einfach gesagt: Eine Batterie erzeugt Spannung, weil zwei unterschiedliche Elektroden mit einem Elektrolyten reagieren. Sobald ein Gerät angeschlossen ist, fließen Elektronen. Genau dieser Elektronenfluss ist der elektrische Strom, den das Gerät nutzt. Das Prinzip ist bei einer kleinen AA-Batterie ähnlich wie bei einem großen Batteriespeicher für Photovoltaik – nur Zellchemie, Leistung, Sicherheitstechnik und Steuerung unterscheiden sich deutlich.
Inhalt
- 1 Das Wichtigste in Kürze
- 2 Wie funktioniert eine Batterie in einem Satz?
- 3 Aufbau einer Batterie: Diese Teile brauchst du zum Verstehen
- 4 So entsteht elektrischer Strom in der Batterie
- 5 Spannung, Kapazität und Energie: Der Unterschied ist wichtig
- 6 Batterie oder Akku: Wo liegt der Unterschied?
- 7 Batteriegrößen und typische Einsatzbereiche
- 8 Batteriearten nach chemischer Zusammensetzung
- 9 Warum Batterien leer werden
- 10 Was passiert beim Laden eines Akkus?
- 11 Batterien im Solarbereich: Vom kleinen Akku zum Heimspeicher
- 12 Sicherheit: Diese Fehler solltest du vermeiden
- 13 Entsorgung und Recycling: Wohin mit alten Batterien?
- 14 Häufige Missverständnisse über Batterien
- 15 Zukunft der Batterietechnik
- 16 Fazit: Eine Batterie ist Chemie, die Strom nutzbar macht
- 17 FAQ: Häufige Fragen zur Batterie
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Batterie wandelt chemische Energie in elektrische Energie um.
- Die wichtigsten Bestandteile sind Anode, Kathode, Elektrolyt und Separator.
- Strom fließt erst, wenn ein geschlossener Stromkreis entsteht.
- Eine Batterie ist meist nicht wiederaufladbar, ein Akku dagegen schon.
- Altbatterien gehören nie in den Hausmüll, sondern in Sammelboxen im Handel oder zu kommunalen Sammelstellen.
Wie funktioniert eine Batterie in einem Satz?
Eine Batterie funktioniert, indem sie durch chemische Reaktionen Elektronen am Minuspol freisetzt, diese über ein angeschlossenes Gerät zum Pluspol leitet und so nutzbaren elektrischen Strom erzeugt.
Diese Kurzdefinition ist für den Alltag oft genug. Für das echte Verständnis lohnt sich aber der Blick ins Innere. Denn eine Batterie ist nicht einfach ein kleiner Stromtank. Sie ist eher ein chemisches System mit eingebautem Spannungsgefälle. Dieses Gefälle entsteht, weil die verwendeten Materialien unterschiedlich gern Elektronen abgeben oder aufnehmen.
Bei vielen Haushaltsbatterien arbeitet zum Beispiel Zink als reaktionsfreudiges Material. Es gibt Elektronen leichter ab. Andere Stoffe nehmen diese Elektronen auf. Wird der Stromkreis geschlossen, können die Elektronen nicht direkt im Inneren der Batterie zur Gegenseite springen, weil der Separator einen Kurzschluss verhindert. Sie nehmen den Umweg über das angeschlossene Gerät. Genau dort leisten sie Arbeit.
Aufbau einer Batterie: Diese Teile brauchst du zum Verstehen
Jede Batterie basiert auf mindestens einer galvanischen Zelle. Mehrere Zellen können kombiniert werden, um eine höhere Spannung oder mehr Kapazität zu erreichen. Im Kern besteht eine Batterie aus vier Bauteilen.
| Bauteil | Funktion | Einfach erklärt |
|---|---|---|
| Anode | Gibt bei der Entladung Elektronen ab | Meist der Minuspol einer entladenden Batterie |
| Kathode | Nimmt Elektronen auf | Meist der Pluspol einer entladenden Batterie |
| Elektrolyt | Ermöglicht den Ionentransport im Inneren | Eine Flüssigkeit, Paste oder feste ionenleitende Schicht |
| Separator | Trennt Anode und Kathode mechanisch | Verhindert Kurzschlüsse, lässt aber Ionen passieren |
Der Separator ist dabei unspektakulär, aber extrem wichtig. Ohne ihn würden sich Plus- und Minuspol im Inneren direkt berühren. Das Ergebnis wäre kein sauberer Stromfluss durch das Gerät, sondern ein Kurzschluss. Im harmlosen Fall wird die Batterie leer oder heiß. Im gefährlichen Fall kann sie auslaufen, aufgasen oder sich entzünden.
Der Elektrolyt hat eine andere Aufgabe. Er transportiert keine Elektronen durch die Batterie, sondern Ionen. Diese Ionenbewegung gleicht die Ladung im Inneren aus. Ohne diesen Ladungsausgleich würde der Elektronenfluss außen sehr schnell stoppen.
So entsteht elektrischer Strom in der Batterie
Solange eine Batterie lose in der Schublade liegt, passiert nur sehr wenig. Erst wenn du sie in ein Gerät einlegst und das Gerät einschaltest, entsteht ein geschlossener Stromkreis. Dann startet die eigentliche Arbeit.
- Am Minuspol beginnt eine chemische Reaktion.
- Dabei werden Elektronen freigesetzt.
- Die Elektronen wandern durch das angeschlossene Gerät zum Pluspol.
- Im Inneren der Batterie bewegen sich Ionen durch den Elektrolyten.
- Das Gerät nutzt den Elektronenfluss als elektrische Energie.
- Wenn die reaktionsfähigen Stoffe weitgehend verbraucht sind, sinkt die Spannung – die Batterie ist leer.
Das erklärt auch, warum eine alte Batterie manchmal noch kurz funktioniert. Die Chemie ist nicht immer schlagartig aufgebraucht. Unter geringer Last kann sich die Zellspannung kurz erholen. Bei Geräten mit höherem Strombedarf bricht sie aber direkt wieder ein. Deshalb läuft eine fast leere Batterie vielleicht noch in einer Wanduhr, aber nicht mehr in einer Kamera oder starken Taschenlampe.
Spannung, Kapazität und Energie: Der Unterschied ist wichtig
Viele verwechseln Volt, Ampere und Kapazität. Das ist normal. Auf Verpackungen stehen viele Zahlen, und nicht jede hilft beim Kauf. Für Batterien sind drei Begriffe besonders wichtig.
| Begriff | Einheit | Bedeutung im Alltag |
|---|---|---|
| Spannung | Volt (V) | Gibt an, wie stark der elektrische „Druck“ ist |
| Stromstärke | Ampere (A) | Zeigt, wie viel Strom gerade fließt |
| Kapazität | mAh oder Ah | Beschreibt, wie viel Ladung gespeichert werden kann |
| Energieinhalt | Wh oder kWh | Vergleichbarer Wert für die tatsächlich nutzbare Energiemenge |
Eine typische Alkaline-Mignonbatterie liefert rund 1,5 Volt. Ein Lithium-Ionen-Akku hat pro Zelle häufig etwa 3,6 bis 3,7 Volt Nennspannung. Bei einem PV-Speicher werden viele Zellen zu Modulen und diese wiederum zu einem Batteriesystem verschaltet. Erst dadurch entstehen die Spannungen und Speicherkapazitäten, die ein Haushalt nutzen kann.
Für den Vergleich ist Wattstunde oft hilfreicher als Milliamperestunde. Eine Powerbank mit 10.000 mAh klingt groß. Ohne Spannung sagt diese Zahl aber nicht alles. Energie berechnet sich vereinfacht so: Wh = V × Ah. Bei Solarspeichern wird deshalb meist in Kilowattstunden gerechnet, weil diese Einheit direkt zur Stromrechnung passt.
Batterie oder Akku: Wo liegt der Unterschied?
Im Alltag sagen viele Menschen „Batterie“, obwohl sie einen Akku meinen. Technisch ist der Unterschied klar: Eine klassische Batterie ist eine Primärzelle und nur für die einmalige Entladung gebaut. Ein Akku ist eine Sekundärzelle. Er kann durch Laden wieder in einen energiereicheren chemischen Zustand zurückversetzt werden.
| Merkmal | Batterie | Akku |
|---|---|---|
| Wiederaufladbar | Nein, normalerweise nicht | Ja |
| Typische Nutzung | Fernbedienung, Rauchmelder, Uhr | Smartphone, Laptop, E-Bike, PV-Speicher |
| Kosten pro Stück | Oft günstiger | Oft teurer |
| Kosten über die Nutzungsdauer | Bei häufiger Nutzung höher | Bei regelmäßiger Nutzung meist niedriger |
| Umweltbilanz | Schlechter bei hohem Verbrauch | Besser, wenn lange genutzt und korrekt entsorgt |
Für Geräte mit sehr geringem Verbrauch können Einwegbatterien sinnvoll sein, etwa bei Fernbedienungen oder manchen Sensoren. Bei hohem Strombedarf sind Akkus meist die bessere Wahl. Das gilt für Kameras, Spielzeug, Taschenlampen, Werkzeuge und natürlich für alle modernen Anwendungen rund um Solarstrom und Elektromobilität.
Batteriegrößen und typische Einsatzbereiche
Batterien unterscheiden sich nicht nur durch ihre Chemie, sondern auch durch Bauform und Größe. Die Größe bestimmt nicht automatisch die Spannung. Sie beeinflusst aber, wie viel Material in der Zelle steckt und wie lange ein Gerät damit laufen kann.
| Batteriegröße | Typische Verwendung | Praxis-Hinweis |
|---|---|---|
| AAA / Micro | Fernbedienungen, kleine Lampen, Funkmäuse | Kompakt, aber weniger Kapazität als AA |
| AA / Mignon | Spielzeug, Controller, Taschenlampen | Sehr verbreitet und gut als Akku erhältlich |
| C / Baby | Radios, größere Spielzeuge | Mehr Laufzeit bei mittlerem Verbrauch |
| D / Mono | Große Taschenlampen, Campinggeräte | Hohe Kapazität, aber groß und schwer |
| 9V-Block | Rauchmelder, Messgeräte, Funktechnik | Beim Rauchmelder Herstellerangaben beachten |
| Knopfzelle | Uhren, Waagen, Hörgeräte, Autoschlüssel | Von Kindern fernhalten: Verschluckungsgefahr |
A- und B-Batterien gab es historisch ebenfalls, sie spielen heute im normalen Haushalt kaum noch eine Rolle. Wer Ersatz sucht, sollte nicht nur auf die Größe achten, sondern auch auf Spannung, Batteriechemie und Herstellerhinweise des Geräts.
Batteriearten nach chemischer Zusammensetzung
Die Zellchemie entscheidet über Spannung, Leistung, Gewicht, Selbstentladung, Preis, Temperaturverhalten und Umweltaspekte. Darum gibt es nicht „die beste Batterie“ für alles. Es kommt auf den Einsatz an.
| Batterietyp | Eigenschaften | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| Alkaline | Gute Alltagstauglichkeit, lange lagerfähig | Fernbedienungen, Spielzeug, Haushaltsgeräte |
| Zink-Kohle | Günstig, geringe Belastbarkeit | Geräte mit sehr niedrigem Verbrauch |
| NiMH-Akku | Wiederaufladbar, solide für viele Haushaltsgeräte | AA-/AAA-Akkus, Kamerazubehör, Spielzeug |
| Lithium-Ionen | Hohe Energiedichte, geringes Gewicht, leistungsstark | Smartphones, Laptops, E-Bikes, Heimspeicher |
| Lithium-Polymer | Flache Bauformen möglich, empfindlich gegen Fehlbehandlung | Drohnen, Smartphones, kompakte Elektronik |
| Blei-Säure | Schwer, robust, hohe Stromstöße möglich | Starterbatterien, USV, ältere Speichersysteme |
| Silberoxid | Stabile Spannung, teuer | Uhren, Präzisionsgeräte |
| Zink-Luft | Nutzt Sauerstoff aus der Luft, hohe Energiedichte | Hörgeräte |
| Lithium-Eisenphosphat (LFP) | Robuste Lithium-Technologie, thermisch vergleichsweise stabil | PV-Heimspeicher, E-Mobilität, stationäre Speicher |
Bei Photovoltaik-Speichern hat sich Lithium-Technologie stark verbreitet. Viele moderne Heimspeicher setzen auf LFP-Zellen, weil sie langlebig sind und gut zu stationären Anwendungen passen. Wer tiefer in Solarspeicher einsteigen möchte, findet in der Kategorie Solarspeicher verständlich erklärt passende Ratgeber zu PV-Speichern, Entladetiefe und Speichergröße.
Warum Batterien leer werden
Eine Batterie wird leer, weil die chemisch aktiven Stoffe während der Entladung nach und nach reagieren. Die Spannung sinkt, der Innenwiderstand steigt, und das angeschlossene Gerät bekommt nicht mehr genug Leistung. Das sieht man besonders gut bei Geräten mit Motor oder Display: Erst werden sie schwächer, dann schalten sie ab.
Auch unbenutzte Batterien verlieren mit der Zeit Energie. Man nennt das Selbstentladung. Sie ist je nach Zellchemie unterschiedlich stark. Gute Alkaline-Batterien halten im Schrank oft lange, während ältere Akkutypen schneller Ladung verlieren können. Moderne NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung sind hier deutlich besser als frühere Generationen.
Temperatur spielt ebenfalls mit. Große Hitze beschleunigt Alterung und kann Batterien schädigen. Starke Kälte verringert die kurzfristig verfügbare Leistung. Darum wirken Batterien im Winter manchmal schwach, obwohl noch Energie vorhanden ist. Wird die Batterie wieder wärmer, kann sie sich teilweise erholen.
Was passiert beim Laden eines Akkus?
Beim Entladen laufen chemische Reaktionen in eine Richtung. Beim Laden drückt ein Ladegerät elektrische Energie in den Akku zurück und kehrt diese Reaktionen teilweise um. Das funktioniert nur bei Akkus, die dafür gebaut sind. Normale Einwegbatterien dürfen nicht geladen werden. Sie können auslaufen, heiß werden oder platzen.
Ein gutes Ladegerät erkennt Spannung, Strom, Temperatur und Ladezustand. Bei Lithium-Ionen-Akkus ist diese Überwachung besonders wichtig. Deshalb stecken in vielen Akkupacks Schutzschaltungen, Batteriemanagementsysteme und Temperatursensoren. Ein PV-Speicher im Haus ist also nicht nur ein großer Akku, sondern ein gesteuertes Energiesystem.
Bei Solarstrom ist das Zusammenspiel besonders spannend: Die Photovoltaikanlage erzeugt tagsüber Strom. Der Batteriespeicher nimmt Überschüsse auf. Abends oder nachts gibt er die Energie wieder ab. Wie gut das funktioniert, hängt von Speichergröße, Verbrauchsprofil, Wechselrichter, Batteriemanagement und Ladestrategie ab. Grundlagen zur Photovoltaik findest du im Bereich PV Grundlagen.
Batterien im Solarbereich: Vom kleinen Akku zum Heimspeicher
Das Grundprinzip bleibt gleich: Chemie wird zu Strom, Strom wird wieder zu Chemie. Trotzdem ist ein PV-Heimspeicher eine andere Liga als eine AA-Batterie. Er arbeitet mit hoher Leistung, mehreren Batteriemodulen, Wechselrichter-Kommunikation und Sicherheitsfunktionen. Die nutzbare Kapazität liegt meist bei mehreren Kilowattstunden.
Ein Batteriespeicher für eine Photovoltaikanlage soll den Eigenverbrauch erhöhen. Ohne Speicher fließt überschüssiger Solarstrom tagsüber ins Netz. Mit Speicher kann ein Teil dieser Energie später im Haushalt genutzt werden. Das spart Netzstrom, erhöht die Autarkie und macht den Solarstrom flexibler.
Wichtig für Betreiber: EE-Stromspeicher müssen nach Angaben der Bundesnetzagentur im Marktstammdatenregister registriert werden. Das gilt besonders bei Solaranlagen und Stromspeichern, die zusammen betrieben werden. Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass Verstöße gegen Registrierungspflichten Sanktionen nach sich ziehen können. Mehr dazu steht bei der Bundesnetzagentur zu Solaranlagen und EE-Stromspeichern.
Passende Vertiefungen auf Solar-Profi24 sind zum Beispiel intelligente Stromspeicher mit Energiemanager, Powerstations für mobile Stromspeicherung und Elektromobilität mit Solarstrom.
Sicherheit: Diese Fehler solltest du vermeiden
Batterien sind bei normaler Nutzung sicher. Gefährlich wird es meist durch falsche Behandlung, beschädigte Zellen, Kurzschlüsse oder ungeeignete Ladegeräte. Das Umweltbundesamt warnt besonders bei lithiumhaltigen Batterien und Akkus vor Brandrisiken bei unsachgemäßer Nutzung und Lagerung.
- Keine beschädigten, verformten oder aufgeblähten Akkus weiterverwenden.
- Batterien nicht lose mit Münzen, Schlüsseln oder Werkzeug in eine Tasche werfen.
- Pole von Lithium-Batterien vor der Entsorgung abkleben.
- Nur passende Ladegeräte verwenden.
- Akkus nicht dauerhaft in praller Sonne oder direkt an Heizkörpern lagern.
- Ausgelaufene Batterien nur mit Handschuhen anfassen und Hautkontakt vermeiden.
Für ausgelaufene Batterien empfiehlt das Umweltbundesamt einen vorsichtigen Umgang und das Vermeiden von Haut- und Augenkontakt. Rückstände sind oft wasserlöslich, trotzdem gehören ausgelaufene Batterien sauber verpackt zur Sammelstelle und nicht in den Restmüll. Weitere Hinweise gibt das Umweltbundesamt zu ausgelaufenen Batterien und Akkus.
Entsorgung und Recycling: Wohin mit alten Batterien?
Altbatterien und Akkus dürfen in Deutschland nicht in den Hausmüll. Das ist nicht nur eine Empfehlung, sondern Teil der Produktverantwortung und Rücknahmeregelung. Das Batteriegesetz regelt das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Batterien und Akkumulatoren. Den amtlichen Gesetzestext findest du bei Gesetze im Internet zum Batteriegesetz.
Für Verbraucher ist die Regel einfach: Gerätebatterien können kostenlos im Handel zurückgegeben werden, zum Beispiel in Supermärkten, Drogerien, Baumärkten, Elektrofachmärkten oder bei kommunalen Sammelstellen. Das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass Altbatterien und Altakkus nicht in den Hausmüll, die gelbe Tonne oder achtlos in die Umwelt gehören. Sie enthalten Wertstoffe, können aber auch gesundheits- und umweltgefährdende Stoffe enthalten. Siehe dazu die Hinweise des Umweltbundesamts zu Batterien und Altbatterien.
Praxis-Tipp für die Rückgabe
Sammle leere Batterien trocken in einer kleinen Box. Klebe bei Lithium-Akkus und Knopfzellen die Pole mit Klebeband ab. Gib die Sammlung regelmäßig im Handel oder am Wertstoffhof ab. Lagere alte Akkus nicht monatelang in der Küchenschublade, besonders wenn sie beschädigt sind.
Häufige Missverständnisse über Batterien
„In einer Batterie ist Strom gespeichert“
Nicht ganz. In einer Batterie ist chemische Energie gespeichert. Strom entsteht erst, wenn ein geschlossener Stromkreis vorhanden ist und Elektronen fließen können.
„Je größer die Batterie, desto höher die Spannung“
Nein. Größe und Spannung sind verschiedene Dinge. Eine AA- und eine D-Alkaline-Batterie liefern beide meist 1,5 Volt. Die größere D-Zelle enthält aber mehr aktives Material und hält bei passenden Geräten länger durch.
„Akkus sind immer besser als Batterien“
Nicht immer. Bei Geräten mit sehr seltenem oder sehr niedrigem Verbrauch können Einwegbatterien praktischer sein. Bei regelmäßiger Nutzung sind Akkus meist sinnvoller, weil sie viele Ladezyklen schaffen.
„Leere Batterien sind ungefährlich“
Auch entladene Batterien können Restenergie enthalten. Besonders Lithium-Akkus können bei Kurzschluss, Beschädigung oder falscher Entsorgung Probleme verursachen. Deshalb gehören sie korrekt gesammelt und zurückgegeben.
Zukunft der Batterietechnik
Batterien werden in den kommenden Jahren noch wichtiger: für Photovoltaik, Elektromobilität, Notstrom, Haushaltsgeräte, Industrie und Netzdienste. Die Forschung arbeitet an langlebigeren, günstigeren und ressourcenschonenderen Zellchemien. Festkörperbatterien, Natrium-Ionen-Akkus, bessere Recyclingverfahren und kobaltärmere Kathoden gehören zu den großen Entwicklungsfeldern.
Für Haushalte zählt am Ende aber nicht der Laborrekord, sondern der praktische Nutzen: sicherer Betrieb, lange Lebensdauer, bezahlbare Kosten, gute Ersatzteilversorgung und transparente Garantien. Gerade bei PV-Speichern sollte man nicht nur auf die Kilowattstunden schauen. Wichtiger sind nutzbare Kapazität, Entladetiefe, Garantiebedingungen, Notstromfähigkeit, Batteriemanagement und die Frage, wie gut Speicher und Wechselrichter zusammenarbeiten.
Fazit: Eine Batterie ist Chemie, die Strom nutzbar macht
Eine Batterie funktioniert, weil unterschiedliche Materialien chemisch miteinander reagieren und dadurch Elektronen in Bewegung bringen. Der Minuspol gibt Elektronen ab, der Pluspol nimmt sie auf, der Elektrolyt sorgt im Inneren für den Ladungsausgleich. Erst wenn ein Gerät den Stromkreis schließt, fließt Strom.
Wer das Prinzip einmal verstanden hat, kann Batterien besser auswählen, Akkus sinnvoll laden und alte Zellen sicher entsorgen. Das gilt für die kleine Knopfzelle genauso wie für den großen PV-Speicher im Keller. Der Unterschied liegt in Größe, Zellchemie, Steuerung und Sicherheitstechnik – das Grundprinzip bleibt erstaunlich ähnlich.
Für den Alltag reicht eine einfache Regel: Batterien trocken lagern, beschädigte Akkus nicht weiterverwenden, passende Ladegeräte nutzen und Altbatterien konsequent zurückgeben. So schützt du Geräte, Geldbeutel, Umwelt und im Zweifel auch dein Zuhause.
FAQ: Häufige Fragen zur Batterie
Wie funktioniert eine Batterie einfach erklärt?
Eine Batterie wandelt chemische Energie in elektrische Energie um. Beim Einschalten eines Geräts fließen Elektronen vom Minuspol über das Gerät zum Pluspol. Im Inneren der Batterie sorgen Ionen im Elektrolyten für den Ladungsausgleich.
Was ist der Unterschied zwischen Batterie und Akku?
Eine Batterie ist meist nur für eine einmalige Entladung gedacht. Ein Akku ist wiederaufladbar, weil die chemischen Reaktionen beim Laden teilweise umgekehrt werden. Deshalb eignen sich Akkus besser für Geräte mit regelmäßigem Energiebedarf.
Warum hat eine Batterie einen Plus- und Minuspol?
Der Minuspol gibt bei der Entladung Elektronen ab, der Pluspol nimmt sie auf. Zwischen beiden Polen entsteht eine elektrische Spannung. Wird ein Stromkreis geschlossen, bewegen sich die Elektronen durch das angeschlossene Gerät.
Warum dürfen Batterien nicht in den Hausmüll?
Batterien enthalten Wertstoffe, können aber auch umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten. Lithium-Akkus können bei falscher Entsorgung Brände auslösen. Deshalb müssen Altbatterien über Sammelboxen im Handel oder kommunale Sammelstellen entsorgt werden.
Welche Batterie hält am längsten?
Das hängt vom Gerät ab. Alkaline-Batterien sind im Haushalt lange lagerfähig und vielseitig. Lithium-Batterien sind bei hoher Energiedichte und niedrigen Temperaturen oft stärker. Für häufig genutzte Geräte sind wiederaufladbare Akkus meist wirtschaftlicher.